Meditationstechniken

Den Druck rausnehmen

Lesezeit: 3 Minuten

Heute möchte ich dir erklären, wie du den Druck und Perfektionismus aus deiner Meditationsgewohnheit rausnehmen kannst und maximale Freiheit dabei verspürst.

Prokrastination bei Mind Your Soul

Kurze Vorgeschichte: Im Rahmen der Arbeit an Mind Your Soul habe ich die ersten Wochen und Monate immer wieder prokrastiniert, bis ich auf die Idee kam mir folgendes Regelwerk aufzusetzen: Ich muss täglich einmal mit der Arbeit an Mind Your Soul starten, wie lange ich arbeite ist jedoch mir überlassen. Ob es 10 Sekunden, 20 Minuten oder 5 Stunden sind, ist dabei vollkommen egal. Wichtig ist jedoch, dass ich vor Mitternacht damit beginne und den „Versuch” nicht unterbreche. Sobald ich mit der Arbeit starte, erlaube ich mir nur an relevanten Dingen zu arbeiten und aufs WC zu gehen. Essen, private Chats und andere Ablenkungen unterbrechen den Versuch und ich muss warten, bis der nächste Tag anbricht, um einen neuen Versuch zu starten.

Mit diesem Regelwerk fahre ich nun erfolgreich seit mehreren Wochen und verspüre absolut keinen Druck oder Angst vor der Arbeit – ganz im Gegenteil: Ich bin teilweise so gespannt darauf endlich anzufangen, da ich mir die Energie dafür den gesamten Tag aufspare und nur diesen einen täglichen Versuch habe.

Wie du deine Meditation angehen kannst

Da Prokrastination bei der Meditation ein häufiges Thema ist, kam mir heute der entscheidende Gedankenblitz: Warum zeige ich meinen Klienten nicht, dass man dieses Regelwerk auch auf die Meditation übertragen kann? Als es mir einfiel freute ich mich wie ein Kind! Ich selbst habe keine Schwierigkeiten täglich eine Stunde zu mediteren, weiß jedoch durch die anfangs beschriebene Erfahrung, dass Prokrastination sehr unangenehm sein kann und zu Selbstkritik und Stress führen kann.

Mehr Regeln, für mehr Freiheit

Wenn du also damit beginnen möchtest, eine Meditationsgewohnheit erfolgreich und langfristig zu starten und dabei maximale Freiheit zu haben, befolge einfach folgendes Regelwerk (für Dich in der Ich-Form geschrieben):

1. Ich starte täglich einen Meditationsversuch, dieser darf so lange dauern, wie ich möchte. (Auch 10 Sekunden sind ok!)

2. Ein Versuch startet dann, wenn meine Umgebung ruhig ist, ich aufrecht und angenehm sitze, meine Augen schließe und mich nicht mehr bewege.

3. Der Versuch muss vor Mitternacht des jeweiligen Tages starten, also spätestens um 23:59.

4. Ich darf nicht mehr als einen Versuch am Tag machen.

5. Während der Meditation ist jede Technik erlaubt: Nichts-Tun, Atem beobachen, fühlen, etc.

6. Sobald ich mich wieder bewege (kratzen, Position wechseln, Kopf drehen, Tür öffnen, Handy bedienen, etc.) ist der Versuch beendet.

Dies sollte dir dabei helfen, wieder Leichtigkeit in deine Meditationsgewohnheit zu bringen. Falls du vor einem Versuch noch immer Druck oder Angst verspürst, werde dir einfach wieder darüber bewusst, dass du so kurz meditieren darfst, wie du möchtest. Aber denk dran, du hast nur einen täglichen Versuch! 🙂

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Dein Adnan

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