Ausgleich

Meditation 2 Go

Lesezeit: 3 Minuten

Heute zeige ich dir wie du unterwegs meditieren kannst und dabei keine Einbußen im Tempo machen musst!

Gehmeditationen werden oft verbunden mit einem sehr langsamen Gang, bei dem detailliert auf jede Phase des Schrittes geachtet wird: Vom Aufsetzen der Ferse, bis zum vollständigen Abrollen über die Zehen. Gleichzeitig kann der Atem synchronisiert werden.

Die genaue Technik

Ich habe für mich jedoch folgende Herangehensweise (wird nicht das letzte Wortspiel sein) gefunden: Ich gehe in einem normalen Tempo eine vorher festgelegte Route, damit ich nicht weitere Entscheidungen während des Gehens machen muss. Dabei blicke ich diagonal auf den Boden, um möglichst wenig von äußeren Eindrücken abgelenkt zu werden. Während ich gehe, setze ich mir drei Ziele:

  1. Ich versuche die jeweilige Fußsohle, bei jedem Schritt, im Kontakt mit dem Boden zu spüren.
  2. Ich zähle jeden einzelnen Schritt. Sobald ich 100 erreiche, beginne ich von neu.
  3. Ich versuche mit meinen Augen, das was vor mir liegt, zu sehen.

Mühelos achtsam sein

Nun kann man seine Aufmerksamkeit auf diese Ziele forcieren und mit voller Kozentration und Anstrengung den Fokus behalten. Ich habe jedoch gemerkt, dass es hilft, nur die Intention zu setzen, diese Dinge wahrzunehmen. Dabei sage ich mir Sätze wie: „Ich kann meine Füße spüren, muss ich aber nicht.” Oder: „Vielleicht nehme ich ja gleich einen Schritt wahr.”

Das bedeutet, dass man sich gerade „zufällig” darüber bewusst wird, dass man seine Füße spürt oder sieht was vor einem ist. Interessanterweise passiert es dann sogar fast häufiger, dass ich jeden Schritt wahrnehme, als wenn ich mich krampfhaft konzentriere.

Kurze Boosts

Phasenweise kannst du prüfen, wie sich deine Präsenz gesteigert hat, indem du wirklich versuchst alle 100 Schritte wahrzunehmen. Dies sollten aber nur kurze Boosts für zwischendurch sein. Der Großteil sollte über mühelose Achtsamkeit geschehen.

Versuche dabei den Körper immer mehr zu entspannen. Lass einfach alles los: der Kopf kann hängen, die Arme schaukeln und der Körper schwingen.

Diese Technik ist nicht zu unterschätzen: Ich war vor einigen Wochen so präsent bei meinen Schritten und dem was ich sehe, dass ich für einige Sekunden keinen örtlichen Kontext mehr hatte. Sprich: Ich wusste nicht mehr wo ich bin, denn es gab nur den Ort, den ich im jetzigen Moment sah!

Ich wünsche dir gutes Geh-lingen (das war das letzte Wortspiel) 🙂

Dein Adnan

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