Meditationstechniken

Wie du dein wahres Ich finden kannst

Lesezeit: 6 Minuten

In diesem Beitrag spreche ich nicht davon, wie du authentischer wirst oder deine wahren Interessen im Leben herausfindest. Es geht um etwas noch fundamentaleres. Nämlich darum, ob es Dich überhaupt gibt…

Das klingt vielleicht erstmal vollkommen verrückt. Natürlich gibt es dich, du liest ja gerade diesen Text und daran gibt es keinen Zweifel. Jedoch könnte es die Möglichkeit geben, dass du nicht als ein wahrnehmbares Objekt in diesem Universum stattfindest, sondern, dass das was du wirklich bist, „Bewusstsein“ ist und keine wirkliche Form hat: also „nichts“ ist.

Aber wie komme ich überhaupt zu dieser Annahme?

Ich hatte vor fast 6 Jahren einen tiefgreifenden Aha-Moment, der mir gezeigt hat, dass alles Eins ist. Dort wurde mir klar, dass es mich als ein getrenntes Ich garnicht geben kann. Ich fragte mich, was ich bin und die einzige Erklärung, die aufkam, war: Ich muss ein Beobachter sein, der das Leben wahrnimmt. Ich selbst kann aber nicht wahrgenommen werden. Denn wenn ich mich als etwas wahrnehmen könnte (sehen, hören, fühlen etc.), dann muss dort wieder etwas sein, was dieses wahrnehmbare Ich wahrnimmt.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Erfahrung oder Wissen zum Thema Spiritualität und Selbsterkenntnis. Als ich mich nach der Erfahrung mit dem Thema befasste, kamen immer mehr Informationen von den bekanntesten spirituellen Lehrern hinzu, die diese Erfahrung unterstützten:

Eckhart Tolle spricht davon, dass man sich fälschlicherweise mit dem Körper und dem Verstand identifiziert, jedoch reines, formloses Bewusstsein ist.

Sadhguru spricht davon, dass er bei seiner Erleuchtungserfahrung plötzlich zu allem wurde was er sah: Er wurde eins mit dem Baum vor ihm, Eins mit dem Himmel, Eins mit dem gesamten Universum. Dies bedeutet, dass er sich darüber bewusst wurde, kein begrenzter Körper oder ein getrenntes Ich zu sein, sondern nichts bestimmtes, also alles, wurde.

Und auch ich durfte für den Bruchteil einer Sekunde diese Erfahrung machen, in der ich spontan beim Lesen eines Buches nach meinem „Ich“ suchte und merkte, dass es nur ein Gedanke war, der sich auflöste. Ich wurde plötzlich das gesamte Zimmer, in dem ich saß und hatte keinen bestimmten Standort im Körper.

Nun, wo du vielleicht ein wenig mehr verstehst, wie ich zu dieser Annahme komme, kannst du folgende simple Technik ausprobieren:

1. Setze dich aufrecht hin, entspanne und schließe die Augen.

2. Frage dich: „Was bin ich, jetzt in diesem Moment?“ (Schließlich findest du auch genau in dieser Sekunde statt, du existierst also ohne deinen Namen, das Aussehen deines Gesichtes etc.)

3. Warte auf die Antwort. Diese enthält zum Beispiel deinen Namen, gepaart mit einem Gedanken an dein Gesicht.

4. Nimm wahr, dass dies nur ein Gedanke ist, der kommt und geht. Du musst jedoch eine Konstante sein. Deswegen frage anschließend: „Wer ist sich dieser Antwort bewusst?“

5. Nun kommt vielleicht die Antwort: „Ja ich natürlich, wer sonst?“ Nimm wahr, dass auch dies ein Gedanke ist, der einfach auftaucht. Frage wieder: „Wer ist sich dieser Antwort bewusst?“

6. Spiele dieses Spiel solange du möchtest. Es kann verwirrend, frustrierend und sogar angstauslösend sein zu merken, dass das „Ich“ nicht so offensichtlich klar ist, wie man zuvor dachte. Es kann jedoch auch belohnt werden mit einer Erfahrung, die man zuvor noch nie gemacht hat, einhergehend mit absoluter Klarheit, Freiheit und dem Gefühl von Einheit.

Die Technik ist zwar simpel, es können jedoch viele, leicht überschaubare „Fallen“ auftreten. Deswegen kann es hilfreich sein, dies zu Beginn im Dialog mit jemandem durchzuführen, der bereits etwas Erfahrung damit hat. Wenn du den Prozess mit mir durchgehen möchtest, sprich mich gerne beim Erstgespräch darauf an.

Bis dahin wünsche ich dir viel Erfolg mit der Technik!

Dein Adnan

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