Meditationstechniken

Wie du Gedanken loslassen kannst

Lesezeit: 6 Minuten

Zunächst ist es wichtig, dass du dir deiner Gedanken noch bewusster wirst. Dies geschieht dann, wenn du deinen Fokus auf etwas anderes, wie z.B. deinen Atem legst. Je mehr du dich auf diesen konzentrierst, desto offensichtlicher werden die einzelnen Gedanken, die aufploppen.

Warum du Gedanken loslassen kannst

Es gibt viele Gründe, warum Gedanken (vorallem während der Meditation) nicht wichtig sind:

1. Nur 4% der Gedanken sind positiv und hilfreich, der Rest ist repetitiv, unnütz und negativ.

2. Gedanken sind nicht die Realität, sondern nur eine Vermutung.

3. Gedanken an die Zukunft können nur auf deiner bisherigen Erfahrung in der Vergangenheit basieren. Du weißt jedoch nicht was in der Zukunft passieren wird.

4. Der wohl wichtigste Punkt: Du entscheidest nicht was du denkst. Das kannst du z.B. daran erkennen, dass du deine Gedanken nicht abstellen kannst. Außerdem entscheidest du nicht, was dein nächster Gedanke ist. Um zu entscheiden, was du als Nächstes denkst, musst du im Entscheidungsprozess bereits den Gedanken denken. Aber woher kommt dieser Gedanke? Er kommt also aus dem Nichts, ohne deine Entscheidung. Zuletzt kannst du dir jetzt die Frage stellen: „Wie erzeuge ich einen Gedanken eigentlich?“ Achte darauf, wie mögliche Antworten darauf entstehen!

Mit diesen Hinweisen, sollte es dir leichter fallen, Gedanken als unwichtig einzustufen und loszulassen. Du kannst nach der Meditation immer noch über alles nachdenken.

Wie du den Gedanken loslässt

Stell dir vor, dass du gerade meditierst und folgender Gedanke auftaucht: „Mache ich das hier gerade eigentlich richtig?“ Werde dir bewusst, dass kein Gedanke von dir kommt, sondern sich als Du ausgibt. Unter dem Gesichtspunkt, kannst du die Frage als hinfällig betrachten und sie dir nochmal vor deinem geistigen Auge vorstellen. Anschließend stellst du dir vor, wie dieser Gedanke nach unten fällt und aus deinem geistigen Auge verschwindet. Was bleibt übrig?

Den Zeitpunkt nutzen

Nutze diesen Moment der kurzen Gedankenleere, um zu dem zu kommen was du gerade wirklich mit deinen Augen siehst: Bei geschlossenen Augen die Dunkelheit hinter den Augenlidern und bei offenen Augen die Umgebung vor dir. Das ist gerade wirklich da. Bleibe in dieser stillen Beobachtung. Sobald ein Kommentar auftaucht, lässt du ihn fallen und kommst zurück. Du bist nur der Beobachter der Stimme, nicht der, der da spricht. 

Diese Technik ist ideal für kürzere Meditationen, da ein hohes Maß an Konzentration gefragt ist.

Ich wünsche dir lang anhaltende Stille!

Dein Adnan

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